Jens Beintken holt Silber und Bronze bei Deutschen Meisterschaften in Gotha

Gotha/24.August 2025 – Am dritten Augustwochenende fand mit der Deutschen Meisterschaft der nationale Höhepunkt der Senioren in Gotha statt. Durch die zentrale Lage wurde der Veranstalter von Meldungen förmlich überrannt. Fast 1.300 Aktive, und damit doppelt so viel wie in den letzten Jahren, hatten gemeldet. Der Zeitplan wurde komplett überarbeitet und nach Auskunft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes waren die Meldezahlen insbesondere in den technischen Disziplinen am Limit. Vom SV Friedrichsfehn hatten Jens Beintken (M40) und Alf Decker (M55) gemeldet.

Jens hatte seinen ersten Start im 110 m-Hürdenlauf. Nachdem er seine Achillessehnenprobleme in den Griff bekommen hatte, konnte er in den letzten Wochen viele Technikeinheiten absolvieren. Und das zahlte sich aus. Bis zur 9. Hürde lief es fehlerfrei, danach hatte er leichte Probleme, so dass er zur Sicherheit mit 5 Schritten statt 3 zur 10. Hürde lief. Trotz der Bremseinlage lief er als Zweiter hinter dem Favoriten Matti Herrmann über die Ziellinie. Neben der Silbermedaille freute er sich über die gute Zeit von 16,92 Sekunden. Nach einer Pause war er im Weitsprung im Einsatz. Hier hatte er in den letzten Trainingseinheiten zusammen mit Trainer Claus Heemsoth besonders an seiner Steige- und Flugphase gearbeitet. Gleich im ersten Versuch stieg er mit guten 5,48 m in den Wettkampf ein. Und dann begann die Flugshow. Jens schaffte es, sich von Versuch zu Versuch zu verbessern. So lagen vor dem letzten Durchgang gleich 5 Springer im Duell um Bronze nur wenige Zentimeter auseinander. Als erster der fünf musste Jens springen. Und er hatte Nerven wie Drahtseile: mit einem tollen Versuch steigerte er sich von 5,79 m auf 6,05 m. Die Konkurrenz konnte diesen Sprung nicht mehr kontern, und Jens freute sich unbändig über Bronze.
Nach vierjähriger Abstinenz schaffte auch Alf die Qualifikation. Beflügelt durch den Titel bei den Norddeutschen Meisterschaften wagte er einen Start im Dreisprung. Da quasi die gesamte deutsche Elite gemeldet hatte, war sich Alf bewusst, dass es nicht einfach mit einem Platz unter den ersten 8 Springern werden wird. Und nach dem Warmmachen der Schock: beim Einspringen zog er sich eine Adduktorenzerrung zu. Statt den Anlauf zu testen, versuchte er die Schmerzen über Dehnen in den Griff zu bekommen. Das gelang so weit, dass er starten konnte. Der erste Sprung war gut und weit, aber leider ungültig, im zweiten und dritten Versuch traf er das Brett nicht. So gingen leider nur 9,21 m in die Wertung ein, das bedeutete am Ende einen guten Platz 9.

Während die Saison für Alf damit beendet ist, folgt für Jens noch ein internationales Highlight. Vom 07. bis 11.10 geht er im 110 m-Hürdensprint bei den Europameisterschaften auf der schönen Insel Madeira an den Start. Bis dahin wird er insbesondere am Standvermögen arbeiten, damit er alle 10 Hürden im Dreierrhythmus überlaufen kann. Nochmal die in Gotha gelaufenen 16,92 Sekunden verbessern ist das Ziel.