NLV-Kreis Nordwest gelingt historischer Sieg beim Kreisvergleich

Damme/14. September 2025 – Der Kreisvergleich, ein Mannschaftswettkampf der Altersklassen U16 und U14, ist seit Jahren ein besonderes Highlight für die Nachwuchstalente, die sich in den Disziplinen Sprung, Wurf und Lauf messen. Für den dieses Jahr in Damme stattfindenden 12. Kreisvergleich hatten die beiden Jugendwarte des NLV-Kreises Nordwest Alf Decker (SV Friedrichsfehn) und Claas Kraft (TuS Oestringen) in Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern die Auswahlmannschaft aus 24 Athleten zusammengestellt. Auch wenn das Interesse der Kreise gegenüber dem Vorjahr leicht zurückging, versammelten sich Teams aus Oldenburg-Stadt, Vechta, Cloppenburg und dem Kreis Nordwest, um gemeinsam einen Tag voller sportlicher Emotionen und Teamgeist zu erleben. Die Organisation des Wettkampfs erwies sich als äußerst gelungen. Gute äußere Bedingungen, ein gutes Kampfgericht und eine reibungslose Durchführung sorgten für einen optimalen Rahmen.

Die Leichtathletikabteilung des SV Friedrichsfehn stellte mit neun Aktiven den mit Abstand größten Block des Teams Nordwest. Der Wettkampf begann mit für die Mannschaft furios. Die 4×75 m-Staffel der Jugend U14 (mit Jan Müller) gewann in 43,03 Sek. und über zwei Sek. Vorsprung vor dem Kreis Oldenburg-Stadt, die der Jugend U16 (mit Paula Slaschjow und Feemke Alberts) wurde knapp Zweiter hinter dem Kreis Cloppenburg. Motiviert von dem tollen Auftakt gab es viele tolle Leistungen und persönliche Bestleistungen. So steigerte Simon Oltmer seine Bestleistung über 800 m auf grandiose 2:27,33 Min. und wird damit in der aktuellen Landesbestenliste auf Platz 1 geführt. Auch mit dem Ball holte er mit 34,50 m auf Platz 3 wichtige Punkte für die Mannschaft. In Simons Windschafften lief auch Jan Müller ein tolles 800 m Rennen. In 2:37,12 Min. wurde er Zweiter, ebenso im Weitsprung, nur 3 cm fehlten ihm hier zum Sieg. Von Flynn Holleboom gingen 3,68 m im Weitsprung und 32,00 m im Ballwurf (jeweils Platz 4) in die Ergebnisliste ein. Hendrik Hayen lag mit 31 m knapp hinter seinen Vereinskollegen auf Platz 6. Moritz Genz stellte sich in den Dienst der Mannschaft und ging als 13-Jähriger in der Altersklasse U16 an den Start und kämpfte gegen bis zu 2 Jahre ältere Athleten. Aber es machte es gut, belegte in seinem ersten 100 m-Rennen den fünften Platz, steigerte seine Bestleistung im Weitsprung um mehr als 30 cm und wurde sehr guter Dritter und lief die 800 m in 2:50,51 Sek. Lotta Slaschjow dominierte zusammen mit Frida Kruse den Ballwurf: Lotta warf 39,50 m und Frida 39,00 m, das bedeutete den Doppelsieg. Auch im 800m Lauf verbesserte Lotta ihre Bestleistung auf nunmehr 2:56,42 Sek. Paula Slaschjow verbesserte ihre Bestleistung im Kugelstoßen auf 8,89 m und zeigte sich mit der 100m Zeit von 13,98 Sek. sehr zufrieden. Neben ihrem Staffeleinsatz kam Feemke Alberts noch im 100 m-Sprint zum Einsatz. Hier kam sie zwar nicht an ihre Bestzeit heran, lief aber in 14,28 Sek. die schnellste Zeit in der Altersklasse W15.

Und dann  begann das Warten. Die Mannschaften aus den Kreisen Nordwest und Cloppenburg hatten sich etwas von den anderen Mannschaften abgesetzt, am Ende entschieden zwei Punkte über Platz 1 und 2: Zum ersten Mal seit Einführung des Kreisvergleichs im Jahr 2010 holte sich die Auswahl des NLV-Kreises Nordwest den begehrten Siegerpokal. Mit insgesamt 233 Punkten lag das Team hauchdünn vor der Mannschaft aus Cloppenburg, die 231 Punkte erreichte. Die Auswahl aus Oldenburg-Stadt belegte mit 176 Punkten den dritten Platz, gefolgt vom Team aus Vechta mit 164 Punkten. Die Entscheidung war so knapp wie nie zuvor und unterstreicht das hohe Niveau und die Ausgeglichenheit der teilnehmenden Teams.

Für viele Athleten und Athletinnen ist der Kreisvergleich eine einzigartige Gelegenheit, als Team für ihren Kreis zu starten und mit Sportlern und Sportlerinnen gemeinsam zu kämpfen, die sonst als Konkurrenten und Konkurrentinnen gelten. Das gemeinsame Ziel, möglichst viele Punkte für das eigene Team zu holen, ließ die Nachwuchstalente zusammenwachsen. Der Teamspirit war auf und neben der Bahn spürbar und trug wesentlich zur gelungenen Atmosphäre des Wettkampfs bei.

Eugen Slaschjow und Stephan Janssen unterstützen die Mannschaft als Trainer und trugen so auch zum historischen Erfolg bei.